Ein Recht auf Wohnen

Besonders einkommensschwache Menschen, aber auch Teile der Mittelschicht betrifft das Problem - die Suche nach bezahlbarem Wohnraum. Die Mannheimer Vesperkirche nimmt das Thema in den Blick. Unter dem Titel „recht.schaffen. Wohnraum für alle?!“ findet am 20. Januar um 18 Uhr ein sozialpolitisches Gespräch in der CitykircheKonkordien statt. Podiumsteilnehmer sind geladene Experten aus der Region.

Wohnungsmangel, hohe Mieten, Verarmung und sozialpolitische Fehlentscheidung?

Explodierende Mieten und Wohnungsnot bei gleichbleibenden monatlichen Einkommen - für die meisten Menschen eine Herausforderung und gerade in den Städten ein Problem. In vielen Metropolen Deutschlands sind bereits ganze Familien, Senioren, aber auch behinderte Menschen betroffen, wie Verbände berichten. Nach einer Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe könnte die Zahl der Menschen ohne feste Bleibe und Mietvertrag in Deutschland in diesem Jahr auf 1,2 Millionen steigen. 2016 waren es geschätzte 860.000, darunter auch 32.000 Kinder und Jugendliche, deren Eltern keine Wohnung mehr hatten. Menschen, die bei Freunden auf dem Sofa schlafen oder auf der Straße sind nicht erfasst.

Preiswerter und angemessener Wohnraum für alle, das war auch das erklärte Ziel der Politik Mannheims. Der Beschluss seitens des Gemeindesrats zur Sozialquote bei Neubauten ist ein erster Schritt und für die Stadt als Ganzes eine gute Entwicklungsmöglichkeit. Unter dem Titel „recht.schaffen. Wohnraum für alle?!“ findet am 20. Januar um 18 Uhr ein sozialpolitisches Gespräch in der CitykircheKonkordien statt. Hierzu hat das Team Experten aus der Region eingeladen: Martin Maier, ehemals Wohnungsnotfallhilfe Diakonisches Werk Württemberg, ist als Impulsgeber zum Thema „Wohnungsnot in Baden-Württemberg und Mannheim“ zu Gast. Im Anschluss diskutieren Karl-Heinz Frings (Geschäftsführer GBG), Andreas Ebert (Sozialplaner Fachbereich Arbeit und Soziales, Stadt Mannheim), Marie-Louise Uhrig (Wohnungsnotfallhilfe Haus Bethanien e.V.) und Pfarrerin Anne Ressel. Die Moderation übernimmt die Journalistin Waltraud Kirsch-Mayer. Musikalische Untermalung erfolgt durch die heavy bones unter der Leitung von Bernhard Vanecek. Der Eintritt ist frei.
 
Veranstaltungsträger ist die 22. Mannheimer Vesperkirche, die am 6. Januar startete und am 3. Februar 2019 startete. Sie wird getragen von der Evangelische Kirche Mannheim und seinem Diakonischen Werk. Neben einem warmen Mittagessen, bietet sie Hilfebedürftige ein ausdifferenziertes Sozialberatungsangebot. Geöffnet ist sie täglich von 11 bis 15 Uhr. Mittagessen bis 14 Uhr. Die Aktion kostet pro Jahr rund 150.000 Euro. Unterstützung für die ausschließlich durch Spenden finanzierte Aktion ist daher willkommen. Spendenkonto: Evangelische Kirche Mannheim, Sparkasse Rhein Neckar Nord, IBAN: DE44670505050039003007, BIC: MANSDE66XXX, Stichwort: Vesperkirche. Infos: www.vesperkirche-mannheim.de

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Foto: pixabay.com

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