Mannheimer Bevölkerung und Restaurants unterstützen DiakoniePunkt Konkordien

„Heute gibt es warme Fleischkäsbrötchen“, freut sich Petra Casper, Leiterin des DiakoniePunkts Konkordien. Strahlende Gesichter, vor allem bei den Menschen, die bereits geduldig vor den Fenstern der „kleinen Vesperkirche“ warten. Seit Beginn der Corona-Krise kommt zum Beispiel eine ältere Dame regelmäßig vorbei, sie ist gerade 70 Jahre alt geworden und bezieht eine Rente von 919 Euro im Monat. Davon muss sie auch ihre Miete zahlen. Ein Nebenjob wurde ihr wegen Corona gekündigt. „Ohne die Hilfe hier würde ich es nicht schaffen“, erzählt sie. Als kleines Dankeschön hat sie Blumen mitgebracht. Zurückgeben ist ihr wichtig. „Im Winter helfe ich auch ehrenamtlich bei der Vesperkirche mit“, sagt sie. Auch sie freut sich sehr über das warme Fleischkäsbrötchen.

Frau mit Blumen

Die Brötchen haben das Ehepaar Ingrid und Horst Schrödersecker vorbeigebracht. „Eigentlich wollten wir unserem Stammlokal am Rheindamm helfen“, erzählt Ingrid Schrödersecker. Dort lief nämlich seit Ausbruch der Corona-Pandemie nichts mehr. Die Idee war, dort Essen zu kaufen, um es dann an den DiakoniePunkt Konkordien zu spenden. „Damit haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, lacht Horst Schrödersecker. Die Idee sprach sich im Freundeskreis und in der Nachbarschaft wie ein Lauffeuer herum. Immer mehr Menschen spendeten, immer mehr Restaurants beteiligten sich. Auch Rudi Strunk, ehrenamtlicher Helfer bei der Vesperkirche, engagierte sich und sprach weitere Lokale an. Neben der Gaststätte am Rheindamm sind nun auch die Restaurants Paprika am Ring, Salerno Pizzeria und das Landolin beteiligt.

Bisher standen unter anderem Schnitzel, Gulasch und Pasta mit Schinken auf der Speisekarte. „Wir können das natürlich nicht jeden Tag leisten“, sagt Petra Casper. Aber hin und wieder eine warme Mahlzeit, das ist für viele Menschen ein großes Geschenk.

Nach wie vor gibt es auch die Lebensmitteltüten, die jeden Tag über die Fenster verteilt werden. Immer mehr Menschen in Not finden den Weg zur „kleinen Vesperkirche“, darunter viele Rentner*innen, aber auch Wohnungslose, die selbst die zwei Euro für eine Lebensmitteltüte nicht aufbringen können. Durch den Nothilfefonds des Diakonischen Werks und private Spenden ist es möglich, diesen besonders bedürftigen Menschen die Lebensmitteltüten auch kostenlos zu geben. Fek

[ zurück ]