Mannheim hilft!

Das Sterben auf dem Mittelmeer geht immer weiter: Allein in diesem Jahr ertranken mehr als 1.000 Menschen bei ihrem Versuch über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten. Die zivile Seenotrettung ist für Flüchtlinge die einzige Chance gerettet und nicht nach Libyen zurückgeschickt zu werden. Mit der Benefizveranstaltung „Mannheim hilft – Kultur für die Seenotrettung von Flüchtlingen“ am 16. November 2019 um 18 Uhr, will das Bündnis „Sicherer Hafen Mannheim“ die zivile Seenotrettung unterstützen. Moderiert wird der Abend von Grünen-Stadtrat Markus Sprengler. 

Mannheimer Institutionen unterstützen mit ihrer Kunst

Alle künstlerischen Beiträge an diesem Abend stammen aus den Reihen des Bündnisses: Die Jüdische Gemeinde ist mit ihrem Kantor Amnon Seelig präsent. Hinter der Rainer Wahnsinn Band verbirgt sich IG-Metall-Geschäftsführer Klaus Stein. Markus Sprengler & Open World Stage steht für „Mannheim sagt Ja!“.
Schauspieler des Mannheimer Nationaltheaters lesen aus der „Antigone“, auch Opernsänger singen Arien und ein Duett. Außerdem treten Musiker der Orientalischen Musikakademie auf, sowie der Kamerunische Chor der Citykirche Konkordien, der „VKSM Choir“. Das Junge Nationaltheater stellt eine „ultimative Tombola“ auf die Beine, bei der es tolle „Theaterpreise“ zu gewinnen gibt.

Zudem wird Manuel Spagl, Rettungssanitäter und Medizinstudent, über seine Einsätze auf der Sea Watch berichten. Die Spenden gehen zu 100 Prozent und direkt an Sea Watch e.V.

Ins Leben gerufen wurde das Bündnis „Sicherer Hafen Mannheim“ im März dieses Jahres von „Save me Mannheim“ und „Seebrücke Mannheim“. Mittlerweile haben sich rund 30 Mannheimer Einrichtungen – darunter die Kirchen, Gewerkschaften, das Nationaltheater, die Abendakademie, das Deutsche Rote Kreuz sowie der Gesamtelternbeirat Mannheim – dem Bündnis angeschlossen.

Im Juli erreichte das Bündnis sein erstes Ziel: Der Gemeinderat beschloss, Mannheim zum Sicheren Hafen zu erklären; Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz teilte der Bundesregierung in einem Brief mit, dass die Stadt Mannheim sich bereit erklärt, „aus Seenot gerettete Menschen, beispielsweise von einem zivilen Seenotrettungsboot, direkt aufzunehmen und unterzubringen.“ Nächste Ziel ist, dass Mannheim sich einem bundesweiten Netzwerk von zurzeit rund 30 Städten anschließt, dass die Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen proaktiv betreibt. Gespräche mit den Fraktionen laufen bereits.

 Sicherer Hafen

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