DiakoniePunkt nimmt E-mobil in Betrieb

Eine „Verkehrswende“, die ihresgleichen suchen muss und an das Klimaschutzkonzept des Kirchenbezirks logisch anknüpft: Bundesweit wird die Diakonie ab sofort als erster Wohlfahrtsverband emissionsfrei unterwegs sein. Bei einem offiziellen Spendentermin konnte im Beisein von Stephan Werner, Filialedirektor der BBBank, die Evangelische Kirche und sein Diakonisches Werk den strombetriebenen Lieferwagen der Firma StreetScooter erstmals in Betrieb nehmen. Die BBBank beteiligt sich im Rahmen der Anschaffung mit einer maßgeblichen Spende von über 37.350 Euro – ein Geburtstagsgeschenk an den DiakoniePunkt Konkordien, der dieses Jahr zehn Jahre Bestehen feiert.

Erste gemeinnützige Organisation erhält strombetriebenes Fahrzeug

Der DiakoniePunkt Konkordien ist nicht nur nützliche Anlaufstelle für die Menschen in Not. Neben einem Second-Hand-Bereich mit Kleidung und Haushaltsware, bietet er dank vieler ehrenamtlicher Helfer täglich Cafébetrieb und ein reichhaltiges Mittagessen. „Unsere Mitarbeitende fahren täglich ab 6 Uhr mit einem Lieferwagen durch Mannheim. Sie sammeln bei Unternehmen und Privatpersonen Kleider, Lebensmittel und andere Sachspenden ein und besorgen im Handel aus Spendenmitteln dringend benötigte Artikel“, betont Martin Metzger, Abteilungsleiter für Arbeit und Migration. Der StreetScooter sei eine dankbare, aber auch notwendige Anschaffung, denn ohne den neuen Lieferwagen seien die wichtigen Transporte für die Menschen in einer Stadt wie Mannheim nicht umzusetzen. „Für Menschen in schwierigen Lebenssituationen bedeutet dies konkrete Hilfe im wahrsten Sinne“, stellt Metzger fest. Der BBBank dankt er für die großzügige Spende und Unterstützung des Vorhabens.

Der DiakoniePunkt Konkordien ist seit nunmehr zehn Jahren Anlaufstelle und Begegnungscafé in R 3. Auch zu Zeiten der Mannheimer Vesperkirche ist der tägliche Transport für mehr als vier Wochen von weiterer großer Bedeutung.

Geschenk im doppelten Sinne

BBBank-Direktor Stephan Werner freut sich für die Beschenkten. Die Anschaffung sei natürlich wichtig, denn auch in Mannheim stelle man eine sehr hohe Belastung durch Abgase fest. „Zum zehnjährigen Bestehen des DiakoniePunktes haben wir uns deshalb was Besonderes ausgedacht, wir schenken dem DiakoniePunkt den StreetScooter. Mit dem strombetriebenen Fahrzeug unterstützen wir ihn auch weiterhin bei seiner wertvollen Arbeit und tun auch noch etwas für die Umwelt."

Auch Dekan Ralph Hartmann begrüßt die Anschaffung und dankt Werner: „Von einer ‚Verkehrswende‘ können wir nun auch innerhalb unseres kirchlichen Auftrags sprechen: Der StreetScooter bedeutet für uns ein echter Beitrag zu mehr Klimagerechtigkeit und individuell gelebtem Klimaschutz.“ Mit Blick auf das Klimaschutzkonzept der Evangelischen Kirche Mannheim, mit dem der Co²-Ausstoß

deutlich reduziert werden soll, sei die Anschaffung eine logische Konsequenz zur Wahrung der Schöpfung.


So freut sich auch Pfarrer Sebastian Carp, Fundraiser für die Evangelische Kirche Mannheim und dem Diakonischen Werk: „Soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein gehen hier ein perfekte Symbiose ein, die für unsere Arbeit für die bedürftigen Menschen in unserer Stadt von großer Bedeutung ist.“

Hintergrundinformation: Hersteller des bewährten strombetriebenen Lieferwagens ist die Firma StreetScooter, ein Unternehmen der Deutschen Post AG /www.streetscooter.eu). Der StreetScooter Work 40 kWh hat inklusive der Wallbox einen Listenpreis von 48.801,90 Euro. Hinzu kommen noch die ca. 2.500 Euro zur Einrichtung der Ladeinfrastruktur.

Die BBBank beteiligt sich im Rahmen der Anschaffung mit einer maßgeblichen Spende von über 37.350 Euro. Diese Spende stammt aus Mitteln des Gewinnsparvereins e.V.. Mit jeweils 5.000 Euro wird die Anschaffung außerdem durch die KSE (Gesellschaft zur Energieversorgung der kirchlichen und sozialen Einrichtungen mbH) Energie, Kirche und Energie und das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg im Rahmen der Förderung von Elektromobilität unterstützt. Mit 2.000 Euro beteiligt sich das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Förderprogramm „Erneuerbar Mobil“. Der notwendige Ökostrom für den StreetScooter erhält die Evangelische Kirche zu 100% von der KSE, welcher aus regenerativen Quellen, zertifizierte Ökostromqualität nach TÜV NORD, hat.

 

Kirche grün unterwegs

Im Oktober 2018 hat die Stadtsynode als bundesweit eine der ersten Stadtkirchenbezirke die Umsetzung des Klimaschutzprojektes beschlossen. Durch Maßnahmen in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Beschaffung will die Evangelische Kirche Mannheim so ihren CO2-Ausstoss bis zum Jahr 2050 um 85 Prozent reduzieren. Die Wahrung der Schöpfung gehört zentral zum Auftrag der Evangelischen Kirche Mannheim. Umweltbewusstes Handeln ist im Mannheimer Kirchenbezirk deshalb schon fest verankert, so beispielsweise mit dem Projekt „Grüner Gockel“ - ein kirchliches Umweltengagement, das begleitet durch ein Umweltteam, ein System zur Erfassung, Bewertung und Reduzierung der Umweltauswirkungen in kirchlichen Einrichtungen verfolgt. Weitere Infos finden Sie unter: https://www.ekma.de/kirche-umwelt. (JeLa)

[ zurück ]