„Solidarisch für unsere älteren Mitmenschen“

Die Spitze des zweitgrößten deutschen Wohlfahrtsverbands kommt am 8. Mai 2019 aus Berlin nach Mannheim. Diakonie-Präsident Ulrich Lilie wird sich im Rahmen eines „Unerhört-Forums“ über die Situation der älteren Mitmenschen in der Stadt informieren. Mit dem Veranstaltungsformat reagiert das Diakonische Werk gemeinsam mit der Evangelischen Pflege Mannheim und der Diakonie-Sozialstation Mannheim auf den internationalen „Tag der Pflege“, der am 12. Mai alljährlich gefeiert wird. Menschen, die nicht gehört werden, Pflegekräfte aber vor allem Menschen in Pflege und Alter, sollen Möglichkeit haben über ihre Lebenssituation zu sprechen – was macht uns im Alter glücklich, wie möchte man altern oder welche Erwartungen hat man gegenüber der Familie, Stadt und Gesellschaft. Dazu lädt die Evangelische Kirche Mannheim ältere Menschen Mannheims und ihre Angehörigen ein, gemeinsam in Dialog zu treten. Neben Präsident Lilie ist beteiligt am Dialog Dekan Ralph Hartmann, Oberkirchenrat Urs Keller, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Baden, und als Vertreterin der Stadt Mannheim Frau Dr. Claudia Schöning-Kalender.

Neue Sorgekultur - Aufstehen und Zuhören für die älteren Mitmenschen

„Mit der Unerhört-Kampagne wollen wir am Tag der Pflege ein deutliches Zeichen setzen und auf die Situation nicht nur der Pflegekräfte Aufmerksam machen, sondern vor allem über die Seite unserer Senioren und Seniorinnen in unserer Gesellschaft sprechen und sie einladen“, sagt Dekan Ralph Hartmann. „Wir freuen uns Diakonie-Präsident Lilie in Mannheim begrüßen zu dürfen und mit ihm gemeinsam die Entwicklung einer neuen gemeinsamen Sorgekultur zu diskutieren und wieder zuhören zu lernen.“

„Was macht mich glücklich, wie möchte ich altern?“  Gesprächsforum lädt Interessierte ein

Lilie wird mit Senioren und Seniorinnen in den Dialog treten sowie mit Mitarbeitenden der Diakonie-Sozialstation Mannheim und der Evangelischen Pflege Mannheim, außerdem Angehörigen sprechen. „Viele Menschen fühlen sich unverstanden, all ihre Sorgen und Nöte werden nicht gehört, ihre Bedürfnisse nicht gesehen oder beachtet. So auch die der älteren und pflegebedürftigen Mitmenschen in unserer Stadt“, sagt auch Jessika Tirandazi, Geschäftsführerin der Diakonie-Sozialstation Mannheim. „Jede Lebensgeschichte hat aber ein Recht darauf gehört zu werden. Und wer zuhört, kann auch ins Gespräch kommen - mit Vertreter aus Kirche, Stadt und Gesellschaft - und Antworten bekommen. „Ich freue mich Sie im ThomasCarree begrüßen zu dürfen.“ sagt auch Peter Grewe. Geschäftsführer „Gute Pflege Mannheim“.

Ulrich Lilie
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie Foto: Ulrich Meyer


Der Besuch von Präsident Lilie beginnt am 8. Mai bereits um 11 Uhr mit einer Tour durch die Räumlichkeiten des ThomasCarree in Neuostheim. Dort findet auch um 13 Uhr das offene Gesprächsforum statt. Im Anschluss erfolgt um 14:30 ein Pressegespräch.

Mit UNERHÖRT! DIESE ALTEN lädt die Evangelische Kirche Mannheim zu einem offenen Gesprächsforum mit Vertreter aus Kirche, Stadt und Gesellschaft am Mittwoch, 8. Mai 2019, von 13 bis 14 Uhr, ThomasCarree, Dürerstraße 34, 68163 Mannheim, ein. Das Gespräch moderiert Christian Könemann, Pressesprecher der Diakonie Baden. Der Eintritt ist frei.

Mit der Kampagne „Unerhört!“ wirbt die Diakonie Deutschland für eine offene Gesellschaft. Viele Menschen haben heute das Gefühl, nicht gehört zu werden. Sie fühlen sich an den Rand gedrängt in einer immer unübersichtlicheren Welt, in der das Tempo steigt und Gerechtigkeit auf der Strecke zu bleiben droht. Die Diakonie will mit ihrer Kampagne wachrütteln und eine Diskussion anstoßen und führen, sie möchte zur Plattform für einen Diskurs rund um soziale Teilhabe werden.

Da jede Lebensgeschichte ein Recht darauf hat, gehört zu werden, sammelt die Diakonie Lebensgeschichten von "Unerhörten", von wohnungslosen Menschen, von Flüchtlingen, von Armen, aber auch von Alltagshelden und älteren Menschen.
Infos unter www.unerhört.de (JeLa).

 

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