Pflege hautnah

m neugestaltenden evangelischen Kirchplatz vor der Unionskirche und direkt neben dem  Kindergarten liegt die Diakonie-Sozialstation Mannheim – Diakonie und Kirche gehen hier Hand in Hand. Für die Konfirmanden und Konfirmandinnen der Unionsgemeinde eine bereichernde Gelegenheit seine Nachbarschaft kennenzulernen. Teil ihres Unterrichts war es in Begleitung ihrer beiden Pfarrern Kyra Seufert und Gerd Frey-Seufert die Diakonie-Sozialstation Mannheim näher kennenzulernen. Eine Stippvisite vor Ort gewährte spannende Einblicke.

Was macht eine Sozialstation?

„Wir unterstützen Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen um so lange wie möglich ihren Alltag selbständig gestalten zu können. Dabei bieten wir als Sozialstation medizinische, pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung“, sagt Jessika Tirandazi, Leiterin der Abteilung „Pflege und Gesundheit“. „Wir wollen den jungen Konfis nicht nur ihre Nachbarschaft näher bringen, sondern auch Perspektiven für ihre Zukunft aufzeigen und für das Thema Pflege und Älterwerden sensibilisieren.“

Die Diakonie-Sozialstation Mannheim ist die erste Adresse rund um das Thema häusliche Pflege. Hier erhalten Betroffene konkrete Infos, ausführliche Beratung und auch Vermittlung. Und von hier starten täglich die Mitarbeitenden mit insgesamt 27 Fahrzeugen zu den Hilfsbedürftigen zu Hause.
Eine geradezu „neue Welt“ eröffnet sich den über 22 Konfis. Ein Rundgang durch die Räumlichkeiten der Sozialstation und ausführliche Informationen der beiden Kolleginnen, gewähren einen Blick hinter die Kulissen. Was macht eine Sozialstation, wie unterscheidet sie sich von einem stationären Dienst und was bedeutet eigentlich ambulant? Fragen, die Jessika Tirandazi und ihre Mitarbeiterin den zwölf- bis vierzehnjährigen Jungs und Mädchen beantworten kann. Spannend wird es beim „Altenpfleger-Test“, bei dem die Konfis mit konkreten Alltagssituationen konfrontiert werden. „Kannst du dir vorstellen, einen alten Menschen zu waschen und ihn auf die Toilette zu begleiten?“ ist eine von über elf Fragen, die den Pflegeberuf nachempfinden lassen.

Gemeindeintegriert und mittendrin

„Gemeinde und Diakonie sind hier in Käfertal untrennbar miteinander verbunden“, so Pfarrer Gerd Frey-Seufert. Der Besuch auf der Diakonie-Sozialstation Mannheim habe Tradition und stünde im Kontext des Gemeindeprofils „Diakonie in Käfertal“, wie auch Pfarrerin Kyra Seufert bestätigt. Es gibt viel zu entdecken. „Mein Mann und ich wünschen uns, dass unsere Konfis sehen, da gibt es noch ein ganz anderes Tätigkeitsfeld jenseits von digitaler Welt; ein Tätigkeitsfeld, wo der Mensch in all seinen Facetten von jung bis alt im Mittelpunkt steht“, so Pfarrerin Seufert, Denn vielleicht gäbe es  ja den einen oder anderen Konfirmanden, der später einmal ein freiwilliges Soziales Jahr oder gar in den sozialen Beruf, einsteigen möchte. (JeLa)

 

Foto DW/SST: Motiv Pflege © Darius Ramazani

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