Der Trauer Ausdruck geben

Danach ist alles anders: Trauer, Wut, Ohnmacht, manchmal sogar Scham oder Schuld quälen Jugendliche, wenn Freunde oder Familienmitglieder sterben. Mitunter sind diese Gefühle so mächtig, dass sie sprachlos machen. „Es kommt auch immer wieder vor, dass Familie und Freunde nicht wissen, wie sie nun mit den trauernden Jugendlichen umgehen sollen, oder die Situation aus Hilflosigkeit ignorieren“,berichtet Josefine Lammer, Leiterin von CLARA. Der ökumenische Kinder- und Jugendhospizdienst, in der Trägerschaft von Diakonie und Caritas, hilft genau in dieser schwierigen Situation: mit einem Kreativ-Workshop für trauernde Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren.

In diesem Workshop können die Jugendlichen gemeinsam mit anderen ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Dabei steht ihnen völlig frei, ob sie mit Farben malen, mit Stiften zeichnen, Collagen gestalten oder Ton formen möchten. Die Jugendlichen entscheiden auch selbst, ob sie die entstehenden Werke den anderen zeigen möchten und ob sie darüber sprechen wollen. Ganz wichtig auch: Der Workshop ist für alle gedacht. „Besondere künstlerische Fähigkeiten werden nicht erwartet und sind auch gar nicht nötig, um mitzumachen“, betont Lammer.

Beate Belz wird den Jugendlichen als Diplom-Sozialarbeiterin, Kunsttherapeutin und Trauerbegleiterin zur Seite stehen. Der Workshop findet statt am Freitag, 23. November von 16.00 bis 19.00 Uhr und wird fortgesetzt am Samstag, 24. November von 10.00 bis 16.00 Uhr in den Räumen des ökumenischen Kinder- und Jugendhospizdienstes CLARA in M1,2.

Auch 2019 wird es weitere Termine geben, die auf der Homepage des Kinder- und Jugendhospizdienstes bekannt gegeben werden: http://www.kinderhospizdienst-mannheim.de

Unter 0621-28000-351 oder  oek.kinderhospizdienst@diakoniemannheim.de können Sie sich bzw. Ihr Kind bis zum 09. November anmelden und erhalten weitere Informationen.(JeLa)

Trauerworkshop
Foto DW

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